Hallo, wir sind wieder zurück in der vernetzten Welt. 48 Stunden fast ohne Internet und Telefon, fühlt sich schon komisch an (es gab einfach ein Station für alle)... Aber wir haben es überlebt und wie!!!
Nach einer langen, spannenden Fahrt von Puerto Jimenez über Dominical nach San Gerardo reine Fahrzeit fünf Stunden. In Palmar Norte haben wir uns mit Geld und Sprit eingedeckt, war ganz viel los in dieser Stadt.
Aber wir hatten noch einen weiten Weg vor uns und deshalb ging es weiter am Meer entlang bis Dominical und von dort ging es weiter Richtung San Isidro de El General. Diese Strecke war ganz normal befahrbar, es war eine kurvenreiche Strasse mit super Belag. Auf der Passhöhe vom Berg X haben wir in einem Restaurant Rast gemacht, es war auch bereits 12.00 und für jeden Schweizer Zeit zum Mittagessen ;-)
Da wir mittlerweile nun doch beide etwas Magenprobleme hatten, haben wir uns für eine Cola und ein Reisgericht mit Poulet entschieden. Es war lecker und Marion isst mittlerweile fast alles. Manchmal pickt sie noch irgendwelche Kräuter raus aber ansonsten wirklich super.
Den Tisch haben wir mit zwei hübschen und wie wir später festgestellt haben, ca. 60-jähringen Costa-Ricaner geteilt die den Pass mit dem Velo erklommen haben. Nach einem kurzen Gespräch, alles auf spanisch (stolz), haben sie herrausgefunden, dass ich singel bin und meinten dann sie wären beide auch Singel, ok?!. Sie waren zum Glück nicht aufdringlich, einfach interessiert was wir hier so machen und zum Schluss haben sie uns noch das Essen bezahlt. Das ist mir ja schon lange nicht mehr passiert. Also weiter gehts, es wartet noch ein grosses Abenteuer auf uns.
ca. 18km vor dem Ziel hat das Navi immer noch 1 Stunde Fahrzeit, hmm was das wohl zu bedeuten hat könnt ihr euch ja vorstellen. Nach San Isidro de El General wurden die Strassen immer holpriger und enger... und steiler!!! Da wir uns immer tiefer ins Niergendwo bewegten, haben wir uns auf dem Weg mehrmals erkundigt ob wir noch auf dem richtigen Weg sind. Einmal habe ich uns in eine Sackgasse manövriert und musste rückwärts wieder auf die richtige "Strasse" zurück, nicht ganz einfach. Meine Beine waren schon richtig zittrig vor lauter Anstrengung, tja Muskelkater vom Autofahren hatte ich wohl noch nie zuvor. Es war mittlerweilen halb vier, also noch genug Zeit um bei Helligkeit am Ziel anzukommen. Langsam wurde ich etwas unsicher, ich wusste nicht genau wo sich das Hotel befindet und wie weit es wohl noch war. Den die 1 Stunde Fahrzeit war nur bis nach San Gerardo und das Hotel war noch weiter weg. Nach nochmals ca. 3km und 10 Fahrt waren wir dann am Ziel. Und was uns dort erwartet hat, war die Anstrengung sicher wert.
Mitten in den Bergen, ein kleines Haus direkt an einem Fluss in die Berge gebaut. Kleine gemütliche Zimmer, Duschen und Badezimmer in den Felsen und eine gemütliche Gemeinschaftsküche. Neben etwa 5 normalen Zimmer, gab es noch die Jungelsuite und ein 4er Zimmer. Wir liessen uns alles erklären, das Essen, welches wir selber mitnehmen mussten, konnten wir in grossen Tupperwares verstauen, die Abfallentsorgen, war ganz vorbildlich, alles wird getrennt und so gut wie möglich wiederverwertet. z.B. Plastik wir in grosse Plasikflaschen gestopft und soll dann als Baumaterial dienen, oder Flaschen dienen als Fenster in den Türen... Es werden uns die verschiedenen Dinge gezeigt, die wir hier unternehmen können, wieder alle sehr nett und hilfsbereit.
Es gefällt uns beiden sehr gut hier, es gibt einen Hund, Hängematten und auch Legos ;-) Und nicht zu vergessen, die Temperaturen sind hier auf ca. 1500m extrem angenehm. Am Abend brauchen wir sogar einen Fasi und zum Schlafen zwei Wolldecken. Ach wie angenehm nach diesen heissen Tagen im Corcovado!!! Wir haben auch ein Schweizer Paar getroffen. Sie sind für ca. 1 Woche hier und wollen unbedingt den Chirripo (3500m) der höchste Berg zwischen Guatemala und Kolumbien, besteigen. Doch um dies zu tun braucht es eine Eintrittskarte und die sind anscheinend nicht sehr einfach zu bekommen... Von diesem Berg, kann man bei guter Witterung den Pazifik, sowie den Atlantik sehen. Muss extrem schön sein dort. Vielleicht mache ich das mal, wenn Marion für längere Zeit bei ihrem Vater in den Ferien ist. Würde mich sehr reizen und dann natürlich wieder hier im Casa Mariposa den Stützpunkt beziehen.
So viel zu unserer Fahrt und unserer Ankunft im Casa Mariposa...
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